Hallo,
mein Name ist Nadine Kelm, ich bin 39 Jahre alt und lebe in der wundervollen Hafenstadt Wismar.
Ursprünglich komme ich aus Güstrow. Und wie landet man nun in Wismar? Bei mir war es ganz unspektakulär: Die Hochschule Wismar war schuld.
Gemeinsam mit einer Freundin zog ich nach Wismar, um Wirtschaftsrecht zu studieren – damals noch völlig ahnungslos, wie schön diese Stadt eigentlich ist. Aus dem geplanten Studium wurde schnell viel mehr: Ich verliebte mich nicht nur ein bisschen in das Wirtschaftsrecht, sondern auch in Wismar.
Politik spielte damals übrigens überhaupt keine Rolle in meinem Leben. Ich war politisch völlig unerfahren und genoss einfach meine Studienzeit. Und wie das mit dem Studium so ist: Kaum hat man sich daran gewöhnt, ist es auch schon wieder vorbei.
Viele meiner Studienkolleginnen und -kollegen verließen Wismar danach wieder. Nicht etwa, weil es ihnen hier nicht gefallen hätte – sondern weil es schlicht nicht genügend passende Arbeitsplätze gab.
Ich hingegen wollte bleiben. Denn Wismar war mir während meines Studiums immer mehr ans Herz gewachsen. Also blieb ich – und begann irgendwann festzustellen: Auch in meiner Lieblingsstadt ist nicht alles Gold, was glänzt.
Ich habe mich über so manches aufgeregt, geschimpft und mich gefragt, warum Dinge eigentlich so laufen, wie sie laufen. Bis ich irgendwann verstanden habe: Wenn man möchte, dass sich etwas verändert, reicht es nicht, am Rand zu stehen und darüber zu schimpfen. Man muss selbst Verantwortung übernehmen und mitmachen.
Also habe ich 2019 den Schritt in die Kommunalpolitik gewagt – zunächst in einer Wählervereinigung. 2021 zog ich schließlich als Mitglied in die Wismarer Bürgerschaft ein.
Dort habe ich ziemlich schnell gelernt, dass man mit seinen Anliegen nicht immer gewinnt. Und ja, politische Mitbewerber können manchmal durchaus eine Herausforderung sein. 😉 Aber ich habe auch etwas mindestens genauso Wichtiges gelernt: Wenn man miteinander spricht, stellt man manchmal fest, dass man sich näher ist, als man zunächst dachte.
2023 wollte ich meine politische Arbeit weiterentwickeln und war neugierig darauf, was es eigentlich bedeutet, Teil einer Partei zu sein. Durch meine Arbeit in der Bürgerschaft hatte ich bereits viele Berührungspunkte mit der FDP – und deshalb war die Entscheidung schnell getroffen: Es sollte die FDP sein.
Seit 2023 bin ich Mitglied der FDP und freue mich sehr, mich inzwischen auch auf Landesebene politisch einbringen zu können. Seit 2024 bin ich stellvertretende Kreisvorsitzende des FDP-Kreisverbands Wismar.
Seit 2026 bin ich Vorsitzende der Fraktion Liberale Liste-FDP in der Wismarer Bürgerschaft.
Und darauf bin ich wirklich stolz. Ich freue mich bei jeder Sitzung aufs Neue, von liberalen, engagierten und manchmal auch ziemlich hartnäckigen Freiheitskämpferinnen und Freiheitskämpfern umgeben zu sein.
Denn eines habe ich auf meinem Weg gelernt: Wenn einem eine Stadt und ein Land wirklich am Herzen liegt, sollte man nicht nur darüber reden, was besser werden könnte. Man sollte selbst anfangen, etwas dafür zu tun.
Und so wurde aus einem Studium in Wismar irgendwann eine politische Heimat.